Bayerische und Hamburger Zahnärzte haben die zufriedensten Patienten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung von knapp 327.000 Zahnarztempfehlungen, die auf jameda (www.jameda.de), Deutschlands größter Arztempfehlung und Marktführer für Online-Arzttermine, in den letzten vier Jahren veröffentlicht wurden. So vergeben bayerische Patienten für ihre Zahnärzte auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 durchschnittlich die sehr gute Gesamtnote 1,241, Zahnmediziner in Hamburg werden fast gleich gut mit der Note 1,25 bewertet. Ähnlich zufrieden sind die Zahnarztpatienten in Nordrhein-Westfalen und Hessen: Erstere erhalten durchschnittlich eine Note von 1,27, ihre hessischen Kollegen eine Durchschnittsnote von 1,28. Die hinteren Plätze hinsichtlich der Patientenzufriedenheit werden von den Zahnärzten in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern belegt, die sich jedoch ebenfalls über sehr zufriedene Patienten freuen können (1,41 bzw. 1,47).

Zahnärzte punkten insbesondere mit Freundlichkeit und bei Angst-Patienten Im Vergleich mit anderen Facharztgruppen sind Patienten mit ihren Zahnärzten überdurchschnittlich zufrieden. Demnach vergeben Patienten für ihre Zahnärzte die sehr gute Gesamtnote 1,3. Die Zahnmediziner liegen damit im Vergleich aller Facharztgruppen weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 1,75. Besonders zufrieden sind Patienten mit der Freundlichkeit ihrer Zahnärzte: Diese wird im Schnitt mit der äußerst guten Note 1,24 bewertet. Auch für ihren Umgang mit Angst-Patienten erhalten die Mediziner die ähnlich gute Note 1,26. Vergleichsweise ausbaufähig sind aus Patientensicht die Wartezeiten bei Zahnärzten. So wird die Wartezeit auf einen Termin „nur“ mit der Note 1,47 und die Wartezeit in der Praxis „nur“ mit der Note 1,43 bewertet.

1 In die Gesamtnote fließen die Durchschnittsnoten aus den Kategorien „Zufriedenheit mit Behandlung“, „Zufriedenheit mit der Aufklärung durch den Arzt“, „Beurteilung des Vertrauensverhältnisses zum Arzt“, „Zufriedenheit mit der Freundlichkeit des Arztes“ und „Zufriedenheit mit der genommenen Behandlungszeit“ der letzten vier Jahre ein.

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Viele Menschen haben überempfindliche Zähne. Die Ursache dafür ist häufig eine Schädigung des Zahnschmelzes – für den es gibt bisher jedoch keinen passenden Ersatz gibt. Nun jedoch wurde allerdings von Materialwissenschaftlern an der Queen Mary University of London ein Material entwickelt, das dem natürlichen Zahnschmelz sehr ähnlich ist. Die Forscher schafften es, Proteine so zu manipulieren, dass Sie eine Ordnungsstruktur bilden, die der des Zahnschmelzes ähnelt. Diese Entdeckung könnte jedoch nicht nur Patienten mit Zahnschmelzproblemen helfen. Die Forscher hoffen, dass diese Technologie zukünftig auch zur Kariesbehandlung und sogar als Knochenersatz zum Einsatz kommen könnte.

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Parodontitis, also die Entzündung des Zahnfleischs, ist eine Volkskrankheit. Außerdem ist sie eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust. In diesem Lichte führte die Justus-Liebig-Universität Gießen nun eine Studie durch, die belegt, wie wichtig der regelmäßige Zahnarztbesuch gerade für Menschen mit Parodontitis ist. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Zusammenhang zwischen der Teilnahme an Nachsorgeuntersuchungen und der Vermeidung von Zahnverlust besteht. Gerade Patienten, die an der Zahnfleischerkrankung leiden, sollten also regelmäßige Zahnarztbesuche, Mundhygiene und eine langfristige Therapie kombinieren, um auch im Alter gesunde Zähne zu behalten. Ideal ist hierbei die sogenannte unterstützende Parodontitistherapie, bei der der Patient über Jahre hinweg eine regelmäßige Betreuung genießt – denn so kann der Behandlungserfolg auf Dauer gewährleistet werden.

Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen

Zahnärzte warnen vor einer neuen Volkskrankheit, die hauptsächlich im Kindesalter auftritt: Kreidezähne. Jeder dritte Zwölfjährige in Deutschland leidet an dieser Unterentwicklung des Zahnschmelzes, wie die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) mitteilt. Bei den Betroffenen ist der Zahnschmelz der Zähne so stark zurückgebildet, dass sich Karies viel leichter einnisten kann oder die Zähne sogar schon beim Durchdringen des Kiefers in die Mundhöhle Schaden nehmen. Die genaue Ursache für die Krankheit, die in Fachkreisen „Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation“ genannt wird, ist noch nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass Weichmacher im Plastik ein Auslöser sein könnten. Das einzige Mittel gegen Kreidezähne ist bisher, Karies möglichst zu vermeiden und die Krankheit rechtzeitig zu diagnostizieren. Für beides sind regelmäßige Zahnarztbesuche entscheidend.

Quelle: DGZMK

Wie ein von Foodwatch veröffentlichter Bericht kritisiert, sind Zuckergetränke eine der wichtigsten Krankheitsursachen in entwickelten Ländern. Allen voran Markführer Coca-Cola nehme zudem beim Marketing insbesondere Kinder und Jugendliche als Zielgruppe ins Visier und versuche, durch Lobbyarbeit die Politik an effektiver Regulierung zu hindern. Die NGO wirft dem Unternehmen vor, Methoden der Tabakindustrie anzuwenden: So seien „unabhängige Forschungsinstitute“ mit Fördergeldern im Millionenbereich unterstützt worden, um die gewünschten Ergebnisse zu erhalten. Diese lauteten: Nicht ungesunde Ernährung, sondern zu wenig Bewegung sei die Hauptursache für Übergewicht. Dabei, so Foodwatch, verursache überhöhter Zuckerkonsum nachweislich die Entstehung von Krankheiten wie etwa Fettleibigkeit oder Typ-2-Diabetes – und natürlich auch Karies.

Quelle: Foodwatch