Die Mundflora ist offenbar deutlich anfälliger gegen Zucker als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine im Fachmagazin Scientific Reports erschienene Studie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Freiburger Forscher fanden dabei heraus, dass bereits der Konsum von 10 Gramm Zucker am Tag die Bakterienvielfalt im Mund reduziert und gleichzeitig das Wachstum kariesverursachender Bakterien beschleunigt. Laut Studienleiter Prof. Dr. Elmar Hellwig, Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Universitätsklinikums Freiburg, seien vor allem Bonbons oder Fruchtsäfte gefährlich, da der Zucker dabei lange im Mund bleibt. Bereits ein Glas Apfelsaft enthält etwa zehn Gramm Zucker. Die Menge an Zucker, die jeder Deutsche im Durchschnitt täglich konsumiert, ist mit 90 Gramm um ein vielfaches höher. Die Studie belegte erneut den vermuteten Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und dem Ausbruch von Karies – mit Weltweit etwa 2,4 Milliarden Erkrankten eine der häufigsten Zahnerkrankungen.

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